About Albstadt | Über Albstadt

Albstadt ist eine Stadt im Süden Baden-Württembergs auf der Schwäbischen Alb, etwa auf halbem Weg zwischen Stuttgart und dem Bodensee. Die im Rahmen der Gebietsreform 1975 neu gebildete Stadt ist die größte Stadt im Zollernalbkreis und bildet ein Mittelzentrum für die umliegenden Gemeinden. Sie wurde bei ihrer Gründung zur Großen Kreisstadt erhoben, zumal die frühere Stadt Ebingen bereits seit 1. August 1956 Große Kreisstadt war. Mit der Nachbargemeinde Bitz hat die Stadt Albstadt eine Verwaltungsgemeinschaft vereinbart.

Geographische Lage

Albstadt liegt auf der Südwestalb, an der Nordwestgrenze am Albtrauf in den Tälern der oberen Eyach und ihrer Zuflüsse sowie der Schmiecha. Die Eyach entspringt unweit nördlich des Stadtteils Pfeffingen, fließt dann in südlicher Richtung durch Margrethausen und Lautlingen, wo sich der Fluss nach Westen wendet, dann den Stadtteil Laufen an der Eyach durchfließt und schließlich das Stadtgebiet in Richtung Balingen verlässt, bevor er in Starzach in den Neckar mündet. Die Schmiecha entspringt nordwestlich des Stadtteils Onstmettingen, fließt dann zunächst in östlicher Richtung nach Onstmettingen, wo sich der Fluss nach Süden wendet, anschließend die Stadtteile Tailfingen, Truchtelfingen und Ebingen durchfließt, sich nach Südosten wendet und das Stadtgebiet in Richtung Sigmaringen verlässt. Der in seinem Unterlauf als Schmeie bezeichnete Fluss mündet bei Inzigkofen in die Donau. Somit geht die Europäische Wasserscheide mitten durch das Stadtgebiet von Albstadt, ihren niedrigsten Punkt erreicht die Wasserscheide mit 742 m ü. NN zwischen Ebingen und Lautlingen auf der Höhe des ehemaligen römischen Kastells Lautlingen an der alten Grenzlinie des Alblimes. Die Quellen der beiden Flüsse Eyach und Schmiecha liegen nur wenige Kilometer voneinander entfernt.

Aufgrund des spät einsetzenden Frühlings und des frühen Wintereinbruchs, sowie aufgrund der stark wasserdurchlässigen und eher unfruchtbaren Juraböden ist Albstadt für die Landwirtschaft eher uninteressant. Daher bieten die fast unberührten Felder und Wälder, die die sanften Hügel bedecken, dem naturbegeisterten Wanderer und im Winter auch den Wintersportlern eine einmalige Gelegenheit, ihren Hobbys nachzugehen.

81 % der Stadtfläche Albstadts sind Natur- bzw. Landschaftsschutzgebiete. Die Stadt ist drittgrößter kommunaler Waldeigentümer in Baden-Württemberg.

Klima

In Albstadt wurde die offiziell tiefste Temperatur in Deutschland seit Beginn der Wetteraufzeichnungen gemessen, nämlich −36,1 °C in einer Doline am Flugplatz Degerfeld.

Nachbargemeinden

Folgende Städte und Gemeinden grenzen an die Stadt Albstadt, sie werden im Uhrzeigersinn beginnend im Norden genannt. Die Gemeinden gehören zum Zollernalbkreis, sofern nicht anderes angegeben: Hechingen, Jungingen, Burladingen, Bitz, Winterlingen, Straßberg, Stetten am kalten Markt (Landkreis Sigmaringen), Meßstetten, Balingen und Bisingen.

Geschichte

Erstmals erwähnt wurden die Orte Ebingen, Laufen, Lautlingen, Pfeffingen und Tailfingen in einer Urkunde des Klosters St. Gallen 793; 950 wurden auch Truchtelfingen, 1064 Onstmettingen und Burgfelden und 1275 Margrethausen erstmals urkundlich erwähnt, die alle heutiges Stadtgebiet sind. Bereits 1285 geht aus Urkunden hervor, dass Ebingen Stadtrechte verliehen worden waren, 1338 wurde das Kloster Margrethausen gestiftet.

Ebingen entwickelte sich weiter und kam 1367 zu Württemberg, wo es bald darauf Sitz eines Amtes wurde. 1403 kamen auch Burgfelden, Laufen, Onstmettingen, Pfeffingen, Tailfingen und Truchtelfingen zu Württemberg.

Durch die Einführung der Reformation in Württemberg unter Ulrich, wurden die Orte Burgfelden, Ebingen, Laufen, Onstmettingen, Pfeffingen, Tailfingen und Truchtelfingen evangelisch. 1550 ging die Ortsherrschaft von Lautlingen und Margrethausen von den Herren von Tierberg an die Herren von Westerstetten über, 1625 weiter an die Herren von Stauffenberg, 1805 kamen auch diese beiden Orte zu Württemberg.

Zwischen 1764 und 1770 war der „Mechanikerpfarrer“ Philipp Matthäus Hahn der Pfarrer der Gemeinde Onstmettingen. 1807 wurde das Amt Ebingen aufgelöst und dem Oberamt Balingen zugeteilt; Ebingen wurde jedoch zwischen 1810 und 1817 Sitz eines eigenen Ober- bzw. Unteramtes.

1811 wurde das Kloster Margrethausen aufgelöst und die Gemeinten Lautlingen und Margrethausen auf königlichen Erlass hin getrennt. 1834 gab es die erste Dampfmaschine im Königreich Württemberg in Ebingen, 1842 wurde das Hauptgebäude von Schloss Lautlingen in seiner heutigen Form errichtet. 1859 werden – als Spätfolge der Auflösung des Klosters – die Klosterkirche und der Südflügel der Klosteranlage Margrethausen abgebrochen.

Als Beginn de Industrialisierung in diesem Gebiet wird die Eröffnung der „Zollernbahn“, die von Tübingen bis Sigmaringen führte, angesehen (Eröffnung der Bahnstation in Ebingen 1878). 1892 wurden in Burgfelden in der St.-Michaelskirche Wandmalereien gefunden. 1911 wurde das heutige Stadtgebiet durch ein Erdbeben schwer zerstört, wobei insbesondere die Gebiete von Lautlingen und Margrethausen betroffen waren. 1930 wurde Tailfingen zur Stadt erhoben und vier Jahre später Truchtelfingen eingemeindet.

Im Zweiten Weltkrieg wurde 1944 ein schwerer Bombenangriff auf Ebingen und 1945 ein ebensolcher auf Laufen geflogen. Im April rückten die Franzosen ein; das heutige Stadtgebiet Albstadts fiel dabei an das Land Württemberg-Hohenzollern, ab 1952 zum Regierungsbezirk Südwürttemberg-Hohenzollern innerhalb Baden-Württembergs.

1956 wurde Ebingen „Große Kreisstadt", 1971 wurden Burgfelden nach Pfeffingen und Margrethausen nach Ebingen eingemeindet, 1972 und 1973 wurden auch Lautlingen und Laufen zu Ebingen gezählt.

Albstadt entstand am 1. Januar 1975 durch den Zusammenschluss der Städte Ebingen (mit Laufen an der Eyach, Lautlingen und Margrethausen) und Tailfingen (mit Truchtelfingen) sowie der Gemeinden Onstmettingen und Pfeffingen (mit Burgfelden).

Die Fusion wurde insbesondere von Hans Hoss, Oberbürgermeister der Großen Kreisstadt Ebingen, und Horst Kiesecker, Bürgermeister der Stadt Tailfingen, vorbereitet und letztlich trotz kontroversen Bürgerentscheiden von den Gemeinderäten verabschiedet.

1978 wurde das Stadtgebiet wiederum von einem schweren Erdbeben heimgesucht, was zwar hohe Sach-, aber keine Personenschäden verursachte. Das Freizeitbad Badkap wurde 1980 eröffnet, sieben Jahre später finden in Albstadt die Heimattage Baden-Württemberg statt. 1988 wurde schließlich die „Fachhochschule Albstadt-Sigmaringen“ (heute: Hochschule Albstadt-Sigmaringen) eröffnet, im Jahr darauf das Philipp-Matthäus-Hahn-Museum in Albstadt-Onstmettingen.

Das Maschenmuseum in Tailfingen wie auch das Ebinger Heimatmuseum bestehen seit 1996. 2004 wurde die Westtangente in Ebingen fertiggestellt und 2007 fanden die Baden-Württembergischen Literaturtage in Albstadt statt.

Wappen

Die Blasionierung des Wappens der Stadt Albstadt zeigt unter goldenem Schildhaupt, darin eine rechtshin liegende schwarze Hirschstange, in Blau eine silberne Silberdistelblüte, von der strahlenförmig sechs silberne Distelblätter ausgehen. Die Stadtflagge ist weiß-blau.
Wappen und Flagge wurden durch das Regierungspräsidium Tübingen am 27. April 1976 verliehen. Die württembergische Hirschstange deutet auf die Zugehörigkeit der Stadtteile Albstadts zu Württemberg hin. Die Silberdistel wurde als typische Pflanze der Schwäbischen Alb in das Wappen aufgenommen.

Kultur und Sehenswürdigkeiten

Theater

Im Thalia-Theater Albstadt gastieren zahlreiche Tourneebühnen.

Museen

Ebingen:

Tailfingen:

Lautlingen:

Onstmettingen:

Musik

Albstadt verfügt über drei große Blasorchester

die sich in der Höchststufe bewegen. Hier werden vor allen Dingen sinfonische Blasmusik und konzertante Stücke gespielt.

Musikvereine bzw. -kapellen gibt es in:

Hier werden konzertante Blasmusik und volkstümliche Musikliteratur gepflegt. Alle Vereine geben regelmäßig Konzerte und wirken bei zahlreichen Veranstaltungen mit. Außerdem gibt es in Albstadt vier Posaunenchöre, welche entweder den jeweiligen Kirchengemeinden oder dem CVJM zugeordnet sind. Als Zusammenschluss der Posaunenchöre Tailfingen, Onstmettingen und Pfeffingen gibt es heute den T O P – Chor in Tailfingen, den Posaunenchor Truchtelfingen, Posaunenchor Ebingen und Posaunenchor Laufen.

Bauwerke

Informationen zu den Sehenswürdigkeiten der Ortsteile finden sich in den Artikeln zu Burgfelden, Ebingen, Laufen, Lautlingen, Margrethausen, Onstmettingen, Pfeffingen, Tailfingen

Parks und Abenteuerspielplätze

Sport und Freizeit

In Albstadt befindet sich die Landessportschule des Württembergischen Landessportbundes e. V. Dabei handelt es sich um ein Bildungs-, Trainings- und Sportzentrum, das 1950 mit dem Ziel gegründet wurde, den Sportlerinnen und Sportlern „ihre“ Schule für Sport, Bildung und sportliche Begegnung zu schaffen.

Die Stadt hat mehrere Hallenbäder (Hallenbad Ebingen, Lehrschwimmbäder Onstmettingen und Tailfingen), Skilifte (u. a. FIS-Renn-Skipisten in Tailfingen und Ebingen) und verschiedene ausgeschilderte Langlaufloipen.

Weitere Freizeitangebote sind das „naturbad Albstadt“ (im Stadtteil Tailfingen) und das Freizeitbad „badkap“ (im Stadtteil Lautlingen). Albstadt verfügt über ein gut ausgeschildertes System von Wanderwegen und liegt an der Schwäbischen Albstraße, die an vielen Sehenswürdigkeiten vorbeiführt.

Bekannte Sportvereine sind die Mountain Bike RSG Zollernalb und der Radrennsport RSV Tailfingen. Diese richten verschiedene überregional bekannte Radsport-Veranstaltungen aus, dazu gehört ein Rennen der Deutschen Mountainbike Bundesliga, mehrere Straßenrennen sowie der Albstadt-Bike-Marathon mit mehr als 2800 Startern (2007).

Das „Capitol“ in Ebingen ist das größte Kino der näheren Umgebung und umfasst acht modern ausgestattete Kinosäle sowie eine Cocktailbar.

Das Albaquarium Albstadt ist das einzige deutsche Schauaquarium Deutschlands unter Vereinsführung.

Persönlichkeiten, die vor Ort gewirkt haben

 

Quelle: de.Wikipedia.org










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